Dr. med. Joachim Rieker - Praxis für Psychotherapie
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Wie ich behandle

Meine behandlungstechnische Grundausrichtung ist die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP). Eine typische Behandlung besteht aus 24-60 Einzelgesprächen á 50 Minuten, 1-2 mal wöchentlich, in Ausnahmefällen bis max. 100 Sitzungen; bzw. aus 24-60 Doppelstunden Gruppentherapie á 100 Minuten, 1 mal wöchentlich, in Ausnahmefällen bis max. 80 Sitzungen. Das ergibt eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 1/2-2 Jahren. Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist von der eng mit ihr verwandten Analytischen Psychotherapie (AP) zu unterscheiden, bei der der Patient 2-3 mal wöchentlich, über einen längeren Zeitraum und i.d.R. im Liegen behandelt wird. Beide Verfahren sind von der Psychoanalyse abgeleitet und werden zusammen mit diversen anderen Weiterentwicklungen dieser Methode unter dem Oberbegriff Psychodynamische Psychotherapie zusammengefasst.

Ausführliche Erläuterungen zu den unterschiedlichen psychotherapeutischen Behandlungsverfahren finden Sie auch in der Patientenbroschüre der Bundespsychotherapeutenkammer "Wege zur Psychotherapie", ab Seite 38.

Achtung!
Die im folgenden Absatz geschilderte allgemeine Vorgehensweise bezieht sich auf die Behandlung sogenannter "neurotischer Störungen",
die durch unbewusste innere Konflikte verursacht werden,
und ist bei psychosenahen Beschwerdebildern und Traumafolgestörungen
in dieser Form NICHT geeignet!

In der Psychodynamischen Psychotherapie der sogenannten "neurotischen Störungen" (dazu gehören die meisten unter dem Menüpunkt "Behandlungsangebot" genannten Beschwerdebilder) geht es zunächst darum, sich ungehindert aussprechen zu dürfen und mit allem, was einem widerfahren ist und was einen umtreibt und ausmacht, gehört, verstanden und angenommen zu werden. Darüber hinaus ist es wichtig, sich nach und nach immer mehr auch für Verdrängtes und Vergessenes zu öffnen, das sich z.B. in Träumen, Versprechern oder Auslassungen äußert, aber auch in der Art wie man andere immer wieder erlebt und auf sie reagiert. Dies gelingt am besten, wenn man mit einer spielerischen Einstellung an die Therapie herangeht und alles, was einem während der Behandlungsstunde spontan in den Sinn kommt oder durch den Leib geht, möglichst unzensiert mitteilt, gerade auch dann, wenn es unpassend oder abwegig zu sein scheint, oder wenn es peinlich oder schmerzhaft ist. Entscheidend für den Heilungsprozess ist, dass die mit diesen Einfällen, Vorstellungen und Erinnerungen verbundenen Gefühle, insbesondere auch die unangenehmen Gefühle wie Angst, Traurigkeit, Wut, Ekel, Scham und Schmerz, in der Therapiestunde nicht übergangen, sondern zugelassen und angenommen werden. Die Psychodynamische Psychotherapie bietet hierfür einen geschützten "Raum des Verstehens" zum begleiteten Hinschauen, Entdecken, Nachspüren, In-Worte-Fassen und Ausprobieren neuer Lösungen. So kann es allmählich gelingen, sich selbst, die wichtigen Anderen und die eigene Lebensgeschichte (inklusive der gegenwärtigen Probleme und Beschwerden) in einem neuen, vollständigeren und lebensfreundlicheren Licht zu sehen. Das eröffnet Handlungsspielräume, ermöglicht korrigierende Beziehungserfahrungen und lindert Leiden.

Der angestrebte Heilungsprozess gleicht einem in Kreisbewegungen sich entwickelnden, wachstümlich voranschreitenden inneren Umwandlungsprozess, der Vertrauen, Ehrlichkeit, Neugier, Fantasie, Geduld, Entschlossenheit und Mut erfordert. Die verständlicherweise ersehnte rasche Besserung der Beschwerden kann nicht programmiert oder erzwungen werden - innere Umwandlungsprozesse haben ihr eigenes Tempo.

Das wichtigste Kriterium für die therapeutische Vorgehensweise sind Sie mit Ihren ganz persönlichen Bedürfnissen, Ängsten und Möglichkeiten - was Ihnen hilft, die für Ihren Heilungsprozess nötigen emotionalen Einsichten zu gewinnen, neue förderliche Beziehungserfahrungen zu verinnerlichen und wohltuende Veränderungen Ihrer Erlebens- und Verhaltensgewohnheiten einzuleiten. Ich möchte Ihnen helfen herauszufinden, wie Sie selbst zu Ihrer Genesung beitragen können und welche Vorerfahrungen und Überzeugungen Sie bisher daran gehindert haben. Ich möchte Sie dabei unterstützen, festgefahrene Muster aufzulockern, neue Lösungen und Handlungsspielräume im Umgang mit sich selbst und anderen zu gewinnen und eigene Ressourcen zu (re-)aktivieren.

Psychotherapie stärkt das Selbstwertgefühl und die Stabilität der Persönlichkeit. Sie wirkt sich auf den ganzen Menschen in allen seinen Bezügen und Beziehungen aus. Die Einbeziehung wichtiger Bezugspersonen in Form von Paar- und/oder Familiengesprächen kann eine wertvolle Ergänzung zu den Einzelgesprächen sein.

Wie man sich die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Krankheiten aus psychodynamischer Sicht vorstellen kann, und welche Strategien für die Behandlung sich daraus ableiten lassen, erfahren fachlich besonders interessierte Besucher dieser Webseiten hier: Entstehungstheorien  - Therapieziele - Methoden

Dr. med. Joachim Rieker - Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie  | Letzte Aktualisierung am 01.07.2020